Schlagwort-Archive: Wildgemüse

Heute gibt es aber wirklich Blumen! Gierschwochen!

Giersch

Tja. Bisher war das mit dem Gärtnern nicht so dolle bei mir. Wirklich gut wachsen tut nur eines im Garten… Giersch! 🙂 Ich bin ja eher pragmatisch veranlagt und habe mir überlegt, dass ich es irgendwie albern finde, essbare Pflanzen wegzuwerfen, um Raum zu machen für andere essbare Pflanzen, die dann nicht wachsen. Das Ergebnis: Eine ganze Reihe von Gierschexperimenten und die Tatsache, dass sich andere Veganer über mich lustig machen. 🙂 Aber schweigt, ihr bösen Zungen, denn ich muss sagen, Giersch ist total lecker! Er hat zu Beginn einen leichten Petersiliengeschmack, der dann aber in salatigere Noten übergeht, die weniger aufdringlich sind. Gleichzeitig sind die Blätter aber nicht so hart und kratzig im Mund wie Petersilie. Die englischsprachige Wikipedia behauptet, Giersch hätte eine laxative UND sedierende Wirkung, aber nachdem ich fast eine Woche lang jeden Tag eine große Portion Giersch gegessen habe, kann ich aus meinen Eigenversuchen berichten, dass ich weder das eine noch das andere bestätigen kann. Falls es jemanden beruhigen sollte. 😉 Stattdessen beherbergt Giersch aber u.a. große Mengen an Eisen, Kalium und Vitamin C.

Hier kommen zwei meiner bisherigen Lieblingsrezepte (jeweils für 2 Portionen)!

Gierschpesto

Das braucht man: 

  • ca. 1 Nudelsieb voller Giersch
  • 1 EL Pinienkerne
  • 1 TL helles Miso
  • 2 EL Hefeflocken
  • Olivenöl + evtl. 1-2 EL Wasser
  • 1/2 – 1 Knoblauchzehe (je nachdem, was man noch so vorhat…)
  • Salz, Pfeffer

So funktioniert’s: 

Alle Zutaten mit dem Pürierstab zerkleinern. Je nach Essgewohnheit und Wunsch Olivenölmenge variieren. In gekauftem Pesto ist meist sehr viel mehr drin, um es haltbar zu machen. Das ist aber nicht nötig, wenn man es gleich isst! Ggf. etwas Wasser zugeben, wenn es zu trocken ist.

Gierschpesto

Gierschpesto

Indischer Giersch

Das brauchst du: 

  • ca. ein Nudelsieb voller Giersch
  • 1-2 kleine Tomaten
  • eine handvoll gewürfelten Tofu
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück frischen Ingwer (ca. 1,5 cm)
  • 1-2 EL Öl
  • 1 TL gemahlenen Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlenen Koriander
  • eine Prise Chilipulver, Salz
  • 3 EL Sojacuisine oder Oatly
  • 1 EL gehacktes Koriandergrün
  • 1 TL Garam Masala

So geht’s weiter: 

1. Den Giersch waschen und putzen. Die Tomaten waschen, mit Tofu würfeln und die Stielansätze entfernen. Die Zwiebel in Ringe schneiden, Knoblauch und Ingwer vorbereiten.

2. Das Öl im Wok erhitzen, die Zwiebel mit dem Tofu darin anbraten und Knoblauch und Ingwer direkt dazu raspeln. Unter Rühren etwa eine Minute braten. Kreuzkümmel, Koriander und Chilipulver darüber streuen und die Tomaten dazu geben. Nach 1-2 min den Giersch in den Wok schütten, salzen und gut mit den anderen Zutaten verrühren. Zugedeckt bei schwacher Hitze zusammenfallen lassen. Das dauert etwa 5 min.

3. Sahne, Koriandergrün und Garam Masala unter den Giersch rühren.

Dazu passt Curry-Reis mit Rosinen oder Chapatis.

DSC05651

indischer Giersch

Advertisements