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Der perfekte Zwiebelkuchen

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Mit fortschreitendem Herbst habe ich mir Gedanken gemacht, wo ich denn nun meinen geliebten Zwiebelkuchen herbekomme? Herausgekommen ist dieses Rezept – superlecker, mein ganzer Stolz! 🙂

Dauer: Hmm, dauert etwas länger, da mit Hefeteig. Schon so 1 1/2 Stunden, aber dafür nur so 20 min aktiv.

Schwierigkeit: ***

Das braucht man, um 2-3 Leute in herbstlicher Stimmung so richtig glücklich zu machen:

für den Hefeteig:
300 g Mehl (ich nehme halb Vollkorn, halb Weißmehl)
etwa 1/8 Würfel Hefe
Salz
1 1/2 EL Olivenöl
gut 200 ml Wassser

Für den Belag:
4 große Zwiebeln
5 EL Sojasahne
1 Hand voll Walnusskerne
1 TL Kümmel (wer keinen Kümmel mag, muss mit den Konsequenzen leben!!!)
2 TL Dijonsenf
1 TL Zucker
1 EL Margarine (ich empfehle Alsan-Bio, die gibt’s im Supermarkt, aber es geht natürlich auch andere)
1 Zehe Knoblauch (jaja, geht auch ohne, aber ich kann leider nicht ohne…)

Zubereitung:
Der Boden ist inspiriert vom Pizzateig der Rock’n’Roll Veganer Show, die ja leider eingestampft wurde, aber dafür kocht zumindest Jérôme fleißig weiter (siehe Blogroll!). Allerdings wollen wir hier zwar einen dünnen Teig, der darf aber etwas besser gegangen sein als ein Pizzateig, deshalb habe ich hier einen Kompromiss gewählt und nehme zwar nur zimmerwarmes Wasser, dafür muss der Teig aber nicht in den Kühlschrank. Ich find’s gut so, aber ich halte niemanden davon ab, hier weiterzuexperimentieren! 🙂

So geht’s:
1. Mehl in eine Schüssel füllen. In die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröseln. Das Salz am Rand verteilen. Nun bekommt die Hefe Besuch vom Olivenöl, das Wasser kommt gleich mit in die Mulde. Einen Löffel nehmen, ordentlich rühren, bis nix mehr hilft außer auf der bemehlten Arbeitsfläche weiter zu kneten, bis man einen schicken Hefeteig hat. Zum Ball formen, zurück in die Schüssel, Tuch drüber und im Raum stehen lassen.
2. Schwimmbrille auf, Nasenklammer raus, vorsichtshalber Taschentücher bereitlegen und die Zwiebeln in dünne Ringe schneiden.
3. In einer Pfanne die Margarine heiß werden lassen. Die Zwiebeln darin andünsten, bis sie glasig sind, Knoblauch dazu, noch etwas auf dem Herd lassen, dann den Zucker dazu geben und so lange weiter rühren, bis die Zwiebeln karamellisiert sind. Mit der Sojasahne abkühlen, Senf, Kümmel, Salz, Pfeffer, Paprika und Walnüsse dazu. Durchrühren und von der Herdplatte nehmen.
4. Gucken, ob der Teig auch schon schön gegangen ist, ansonsten jetzt die Zeitung lesen, einen Einkaufszettel schreiben, die Küche putzen… carpe diem! 🙂
5. Wenn der Teig soweit ist (man liest ja immer ’sich sichtlich vergrößert hat‘, stimmt ja, auch, wenn man davon kichern muss), den Ofen auf 200°C vorheizen (180°C mit Umluft), ausrollen, so dass er auf ein backpapierbestücktes Backblech passt und dann mit der Zwiebelmasse bestreichen. Alles in den Ofen, nach 20 min mal schauen, ob der Kuchen schon soweit ist.

Dazu passt… Federweißer! Und ein frischer Feldsalat mit Vinaigrette.

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