Veganer Thunfischsalat

Gestern stieß ich im Internet auf ein Rezept für veganen Thunfischsalat, der allerdings keine einzige ‚fischige‘ Zutat beinhaltete und dessen Rezept eigentlich überhaupt gar nicht nach Thunfischsalat aussah. Ich habe auch noch nie gerne Thunfischsalat gegessen, aber plötzlich hatte ich einen elendigen Heißhunger drauf und habe den Bregen und die Küche angeschmissen. Bin ausgesprochen zufrieden mit den Ergebnissen – am nächsten Tag schmeckt das ganze übrigens noch einmal besser! Wer hätte gedacht, dass ich auf meine veganen Tage noch zum Thunfischfan werde. 🙂

versucht sich mit einem schlechten Foto zu tarnen. Aber es schmeckt wirklich super!

Schwierigkeit: *

Dauer: etwa 5 min!

Man braucht:

  • 1 Glas Kichererbsen (225 g oder wieviel da drin ist)
  • 1 kleine Zwiebel, gehackt
  • ca. 1/4 Scheibe Nori (oder andere Algen)
  • 1 TL Sojasauce (Shoyu oder andere milde Sauce)
  • 1 TL Senf
  • 1/2 TL Olivencreme
  • 2 EL Mayo
  • 1 TL Leinöl
  • etwas Kresse und Dill
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Kapern aus dem Glas

So geht’s:

1. Etwas Wasser erhitzen, dabei den Nori in kleine Stücke reißen und mit dem Wasser übergießen. Einweichen lassen

2. Die Kichererbsen in einem Sieb so lange abspülen, bis sie nicht mehr schäumen.

3. Zusammen mit dem Nori und allen Zutaten (außer den Kapern) pürieren. Am Ende die Kapern dazu geben.

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Strangolapreti – jetzt auch mit Foto!

Eines meiner Lieblingsezepte jetzt auch in vegan! Die Menge reicht für 2 mit nicht allzuviel Hunger, ggf. die Hälfte draufschlagen. 

Ein Wort zum Miso: Im Rahmen meiner Experimente mit veganem Käse habe ich mir jetzt ‚weißes‘ Miso zugelegt. Das Zeug ist nicht ganz billig, aber schmeckt sehr nach… ja, tatsächlich: KÄSE! Natürlich ist das in Rezepten wie diesen aber verzichtbar, dann einfach etwas mehr Hefeflocken und Salz nehmen.

Schwierigkeit: ***

Dauer: Mit allem drum und dran ca. 30 min, also erstaunlich schnell, vor allem, wenn man es mal mit Kartoffelgnocchi vergleicht!

Das braucht man dazu: 

  • 150 g tiefgekühlten jungen Spinat
  • 75 g veganen Frischkäse (gibt’s im Reformhaus)
  • 3 EL Hefeflocken
  • 1 Portion Ei-Ersatz
  • Salz, frisch gemahlenen Pfeffer und Muskat
  • 100 g Mehl (halb weiß, halb Vollkorn)
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • ggf. 1 EL Miso-Paste

Für die Sauce: 

  • ca. 40 ml gutes Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 EL Hefeflocken
  • ggf. 1 EL Miso-Paste
  • 1 EL Salbei oder Estragon (getrocknet oder frisch)

So geht’s: 

  1. Wer früh genug daran denkt, taut den Spinat schon einmal rechtzeitig auf. Notfalls muss dies jetzt in einem kleinen Topf geschehen. Den aufgetauten Spinat in einem Sieb gut ausdrücken.
  2. Einen großen Topf mit Salzwasser aufsetzen und zum Kochen bringen.
  3. Den Spinat mit Frischkäse in eine Schüssel geben, mit Hefeflocken, angerührtem Ei-Ersatz, Miso, klein gehacktem Knoblauch und Gewürzen mit einem Löffel gut verrühren.
  4. Nun kommt noch das Mehl hinzu. Dies lässt sich auch einfach mit einem Löffel einrühren. Der so entstehende Teig ist fest, aber weich.
  5. Mittlerweile dürfte das Wasser kochen: Die Flamme wieder runterstellen und ohne groß auf die Form zu achten, mit zwei Esslöffeln kleine kloßähnliche Gebilde formen und ins heiße, aber nicht mehr kochende Wasser fallen lassen. Die Klösschen tauchen erstmal ab, sind aber fertig, wenn sie oben schwimmen. Dann mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben und idealerweise warm stellen.
  6. Während die Klöße garen (bei der Menge je nach Topfgröße ca. 2 Schübe) kann die Sauce zubereitet werden: Das Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen, Salbei/Estragon und Knoblauch darin anbraten. Wenn sich der Knoblauch bräunt, die anderen Zutaten dazu geben. Heiß über die Spinatklöße geben und sofort servieren.

Dazu passt: Weißbrot, Salat, Wein.


Vegan auf Gran Canaria

So. Ich bin wieder da. 🙂 Habe mich überreden lassen, Weihnachten und Neujahr auf Gran Canaria zu verbringen. Da ich mir vorher durchaus Gedanken gemacht habe, ob ich da überhaupt etwas zu essen bekomme, hatte ich vor der Abreise das Internet durchforstet, aber nicht viel gefunden, deshalb kommt heute einmal ein ausführlicher kulinarischer Reisebericht.

Soviel vorweg: Es ist einfach, sich auf Gran Canaria vegan zu ernähren. WENN man eine eigene Küche hat. Glücklicherweise hatte ich das schon vorher geahnt und darauf bestanden, dass unsere Finca in den Bergen, fernab des Massentourismus mit diesem Feature aufwarten kann.

Kaktusfeigen im Garten...

... und Orangen! (leider noch nicht ganz reif)

In den Restaurants gibt es nicht viel Auswahl. In Las Palmas gibt es zwar Restaurants mit vegetarischem Angebot, was vegan bedeutet weiß aber auch scheinbar niemand, so dass man letzten Endes nie weiß, ob man nicht doch Milch, Eier oder Honig verspeist. Wir hatten vorher auf Happycow geschaut, aber der Burger bei ‚Natural Burguer‘ war höchstens mittelmäßig, das einzige vegetarische Restaurant, ‚Bambu‘, war dauernd dicht und die Kellner bei ‚Te lo dijo Pérez‘ (Veggie-Tip aus dem Lonely Planet) in Las Palmas waren zwar sehr sympathisch, unterhaltsam und hilfreich, aber auf der Karte gab es auch nur 2 (vermutlich) vegane Speisen, nämlich Nachos mit Sauce und den Palmherzensalat. Insgesamt hat Essen gehen nicht viel Spaß gemacht, leider.

Feines Finca Frühstück (selbst gemacht, aber nicht von mir! :-))

Immerhin gibt es ein paar vegane Gerichte, die es in jedem Restaurant gibt. Das Brot ist meistens vegan, mit Olivenöl und etwas Salz ist das lecker, ersetzt aber nicht ernsthaft eine Mahlzeit. Knoblauchbrot hingegen wird auch dort mit Butter beschmiert. Was aber, soweit ich das abschätzen kann, immer geht, ist eine typisch kanarische Vorspeise, nämlich Kartoffeln mit Mojo picón, einer roten Kräutersauce auf Essig/Öl-Basis. Die Kartoffeln werden mit Schale in so stark gesalzenem Wasser gekocht, dass es eine Salzkruste drum herum gibt. Schmeckt, je nach Fähigkeit des Koches, sogar ganz lecker, aber jeden Tag 2x möchte man das irgendwie auch nicht essen den ganzen Urlaub lang. Als Notlösung ist es aber brauchbar – man wird wenigstens satt.

Kartoffeln mit Mojo picón

Wer hingegen eine eigene Küche hat, hat was zum drauf freuen: Es gibt nicht nur sehr frisches Gemüse und Obst auf der Insel (und das eigentlich überall, zum Teil auch an Ständen an der Straße, einfach Geld hinlegen und Obst mitnehmen! Wer sich traut, kann auch einfach die Kaktusfeigen pflücken, die überall wachsen, Vorsicht, Arbeitshandschuhe und Pinzette mitnehmen! 🙂 ), sondern, wenn man die Augen offen hält, auch allerlei höchst interessantes veganes Zeugs, das man hier nicht unbedingt bekommt. Seitan, Sojafleisch, Tofu und vegane Würstchen und Pasten (z.B. auf Oliven- oder Artischockenbasis) gibt es häufig beim (größeren) ‚Herbolario‘, einer Art Reformhaus. Oder natürlich im Bioladen, aber die sind etwas rarer gesät.

Mein Lieblingsseitan ❤

Interessanterweise führt aber jeder winzige Supermarkt, der Milchprodukte führt, mindestens 3 Sorten Sojajoghurt. Besonders gut war die Auswahl beim HiperDino. Es sah mir gefährlich danach aus, als wäre Spanien momentan geradezu davon besessen, möglichst viele Sojaprodukte zu verzehren, um Cholesterin einzusparen. Auch Sojamilch gab es fast überall, auch als Kakao oder Vanille oder – witzigerweise (ich hab’s aber nicht probiert) – in der Sorte Zitrone-Zimt. Wer mal etwas neues probieren möchte, sollte unbedingt den Supermarkt unten in ‚El Corte Inglès‘ in Las Palmas aufsuchen. Dort gibt es neben dem bisher Geschilderten auch geniale Produkte wie Macadamia-Milch und Goji-Beeren-Saft, was uns, wie ich mal ganz unbescheiden sagen muss, zum besten nicht-alkoholischen Cocktail aller Zeiten inspirierte. 🙂 Abgeschmeckt mit etwas Palmhonig (kein Honig, sondern eingekochter Sirup von den Palmen, die überall wachsen) absolut genial! Überhaupt ist die Auswahl an Fruchtsäften gut, häufig gibt es die auch frisch gepresst oder gemixt an Ständen. Von meinem Mango-Smoothie hätte ich zwar fast eine Gehirnvereisung bekommen, lecker war er aber schon! 🙂

Macadamiamilch mit Gojibeerensaft!

Übrigens – wer auf Süßes steht, sollte unbedingt auch einmal in Tejeda vorbeischauen. Die Dulceria vor Ort ist legendär und bekannt für ihre Mandelspezialitäten. Auf Nachfrage in meinem ebenfalls legendären Spanisch (in diesem Fall keine so positiv besetzte Legende… 😉 ) ob es auch etwas ohne Milch und Eier gebe, bekam ich einen Berg Mandeln mit dickem Zuckerguss, der das ganze wie unkaramelisiertes Krokant zusammenhielt. Nachdem wir am Tag vorher schon die halluzinogene Dosis Knoblauch bekommen hatten, war ich nach dem Ding voll auf Zucker und kaum mehr fahrtüchtig. Ich rate zur Vorsicht, diese Teile sind nicht ohne! 🙂 Mit ein paar mehr Zutaten, aber trotzdem vegan (fiel der guten Frau vermutlich gerade nicht ein) sind Almendras Rellenas. Die gibt es auch nicht nur in der Dulceria persönlich, sondern sie sind auf der ganzen Insel zu finden.

Almendras Rellenas

Mein neues Lieblingsprodukt ist aber geräuchertes Paprikagewürz, das ich auch in dem großen Supermarkt unter ‚El Corte Inglès‘ gefunden habe. Auf angebratenem Seitan mit Knoblauch, Avocado und Tomate auf Brot… unschlagbar! Die Mojos passen auch gut dazu – zum bereits genannten roten Mojo picón gibt es auch noch Mojo verde, das angeblich etwas weniger scharf ist, aber in der Schärfe konnte ich keinen Unterschied feststellen, die waren beide sehr mild. Es gibt noch viel mehr Mojos, vor allem Koriander und Knoblauch, da kann man nichts falsch machen (außer man mag keinen Koriander…)

Brot mit gerösteter Paprika und Seitan.

Wer sich jetzt ärgert, weil er NICHT zu den Leuten gehört, die im Internet Infos für ihren jetzt anstehenden Urlaub auf Gran Canaria suchen und auch gern ein bisschen Urlaub nach Hause haben möchte, der sei beruhigt. Nur für den Fall, dass wir nichts ordentliches kriegen, haben wir uns eine vegane Wheaty-Chorizo-Eule mit nach Athen getragen. Unglaublich lecker und beim veganen Versand deines Vertrauens erhältlich. 🙂


Selbst gemachter Käse veganäse! :-)

Bin heute mal kurz falsch abgebogen beim Surfen und stand plötzlich vor einem Rezept für veganen Käse. Das ist ja ein heikles Thema. Es gibt ja durchaus vegane Alternativen, aber die meisten möchte man höchstens seinen Feinden aufs Pausenbrot schmuggeln und auch, wenn es mittlerweile einige gibt, die zumindest nicht unangenehm auffallen, suche ich noch immer nach einem, der mal positiv hervorsticht. Auf die Idee, mal selbst einen zu machen, bin ich aber komischerweise bisher nicht gekommen! Umso faszinierender fand ich den Gedanken und habe mich gleich mal ans Werk gemacht – unter vollem Einsatz, vom Mahlen der Cashews ist mir nämlich der Mixer geschmolzen! Ich glaube, ich frage mal im Bioladen, ob sie mir die nächstes Mal mahlen können… 🙂 Das Zeug ist nämlich richtig gut geworden, auch, wenn es nicht wirklich nach Käse schmeckt und vor allem nicht so aussieht.

Ich glaube, diese Pastete würde etwas mehr nach Käse aussehen, wenn ich ein paar Dinge anders gemacht hätte. Den Braunstich hat sie jedenfalls davon, dass ich braune Miso-Paste genommen habe. Denn mal ehrlich, ich wohne nicht in New York, wenn ich weiße Miso-Paste haben möchte, muss ich 100 km weit fahren. Aber ja, ich GLAUBE, da gibt es welche. Immerhin. 🙂

Dauer: ca. 20 min + ggf. 4 Stunden Kühlzeit

Schwierigkeit: ***

Das ist drin (ergab 2 Portionen wie auf dem Foto und genug Käsesoße für eine ganze Tüte Nachos! :-)):

  • 150 ml Cashews
  • 60 ml Hefeflocken
  • 1 Teelöffel Zwiebelpulver
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel Knoblauchpulver
  • etwas weißer Pfeffer (ich hab schwarzen genommen… buuuh!)
  • 1 TL Rauchsalz
  • 400 ml ungesüßte Sojamilch
  • 40 ml Agar Agar Pulver (gibt’s im Bioladen)
  • 60 ml Öl
  • 1 EL Misopaste (dann wohl wirklich gelbe oder weiße… dumdidum…)
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 TL Dijonsenf
  • nach Belieben Kräuter, Gewürze, Knoblauch, Oliven, getrocknete Tomaten… hier lässt sich wohl alles einarbeiten!

Das Rezept:

  1. Die Cashews zerkleinern. Am besten mahlen. Dabei idealerweise keine Küchengeräte schmelzen… :-). Wer Zeit hat, kann sie auch erst ein paar Stunden (idealerweise über Nacht) einweichen. Kochen ist auch gut, dann geht auch der süßliche Geschmack raus.
  2. Die Gewürze dazu geben und alles Trockene miteinander vermischen.
  3. In einem kleinen Topf Sojamilch, Agar und Öl kurz zum Kochen bringen, dann die Temperatur herunterschalten und 10 min bei kleiner Hitze köcheln lasen. Dabei gut umrühren, damit das Agar nicht am Topfboden kleben bleibt!
  4. Nun die Cashewmischung unterrühren. Die Masse sollte weich und cremig sein. Mit Miso, Zitronensaft und Senf abschmecken. Auf Wunsch weitere Zutaten untermischen.
  5. a) Wer Käsesauce wollte: Die ist jetzt fertig! 🙂 b) Wer Schnittkäse möchte: in mehrere Behälter mischen und jetzt 4 Stunden in den Kühlschrank damit! Der Käse ist hinterher wunderbar schnittfähig und schmeckt super! Und das beste: er schmilzt auch beim Überbacken!

PS 1 1/2 Tage später: Nach einigem Nachdenken erscheint es mir etwas sonderbar, nicht früher darauf gekommen zu sein: EIGENTLICH dürfte es am einfachsten und günstigsten sein, die Cashews in eine verschließbare Tüte zu legen und mit dem Hammer zu zerkleinern!!! Ich werde mal noch ein wenig weiter mit dem Rezept experimentieren… das hat wahnsinniges Potential, noch zu einem ‚richtigen‘ Käseersatz zu werden! 🙂


Woher kommen eigentlich die kleinen Schokocroissants??

Gute Frage, oder? Den industriellen hinterherzuspionieren ist mir irgendwie zu müßig geworden… ohne tierische Produkte kommen die ohnehin nicht aus und auch Fertigblätterteig sagt mir selten zu, vor allem unter den ‚Mono- und Triglyceriden von Speisefettsäuren‘ kann ich mir wenig Gutes vorstellen. Da wir morgen 2 Geburtstage feiern in der VEBU-Ortsgruppe, habe ich mich mal ins Zeug gelegt.

Haps! 🙂

Dauer: ca. 1 Stunde + Backzeit

Schwierigkeit: ****

Das braucht man: 

  • 500 g Mehl (ich habe 2/3 weißes, 1/3 Vollkornmehl genommen)
  • 50g weiche Margarine + 250 ml kalte Margarine in Quaderform (z.B. Alsan)
  • 250 ml kaltes Wasser
  • 2 TL Apfelessig
  • 200 g Zartbitterschokolade (wenn’s geht, bitte nicht von Kindersklaven hergestellt…)

So geht das Rezept: 

  1. Das Mehl in eine Schüssel sieben, dann die weiche Margarine mit den Fingerspitzen einarbeiten.
  2. Essig hinzufügen, dann nach und nach das kalte Wasser einarbeiten. Am besten auf einer Arbeitsfläche (die braucht man später ohnehin noch zur Genüge…) zu einem festen Teig verkneten. Der kommt in eine Frischhaltefolie, wird etwas platt gedrückt, damit er schneller durchkühlt und kommt jetzt in den… natürlich: Kühlschrank.
  3. Ähnlich kommt nun auch die harte Margarine in eine Frischhaltefolie. Sie wird mit einem Nudelholz darin ausgerollt, so dass es ein etwa 1 cm dickes Rechteck gibt.
  4. Nun darf zum ersten Mal der Teig aus dem Kühlschrank. Er wird noch einmal durchgeknetet, dann zu einem Rechteck ausgerollt, das etwa doppelt so groß ist wie das Stück Margarine. Die darf nun aus ihrer Frischhaltefolie raus und wird auf eine Hälfte des Teiges gelegt. Die andere Teighälfte klappt man nun darüber.
  5. Den Teig dünn ausrollen, dann die Seiten zur Mitte klappen und noch einmal von oben nach unten. Das fertige Päckchen kommt in die Folie und in den Kühlschrank.
  6. Schritt 5 noch 3x wiederholen. Hier gibt es kein Schummeln, sonst wird es kein Blätterteig! Zwischen den Arbeitsgängen etwa 10 min kühlen lassen. (Länger geht natürlich auch).
  7. Nun muss der Teig ein letztes Mal ausgerollt werden, möglichst wieder rechteckig, ca. 25×40 cm. Der Teig wird nun in 8 Stücke geschnitten (einmal der Länge nach halbieren, 4x der Breite nach). Die Schokolade in Riegel teilen und jeweils auf die Teigstücke legen. Die Seiten wieder über die Mitte klappen und mit der Falte nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.
  8. Der Teig muss etwa eine halbe Stunde ruhen, bevor er in den Ofen kann. Der kann aber nach einer Weile zumindest schon einmal auf 200 °C vorgeheizt werden. Die Schokocroissants müssen etwa 25 min hinein, dann sind sie fertig… und total lecker! 🙂

Hinweis: Wem 8 Schokocroissants zu viel sind: Der Teig hält sich auch ein paar Tage im Kühlschrank oder kann eingefroren werden. Das ist praktischer, als nur die Hälfte zu machen – macht nämlich auch nicht weniger Arbeit. Wer übrigens lieber Croissants mag als die Schokovariante: Die lassen sich aus dem Teig natürlich auch zubereiten!

Seufz... Sommer...


Produkttest: Veganer Fisch. Ergebnis: bäh! :-)

Geht es da draußen noch jemandem so wie mir? Eigentlich VERMISSE ich ja nichts, aber wenn ich den Katalog vom veganen Fachhandel so durchblättere, denke ich manchmal… das ist so absurd und mal angenommen, das funktioniert jetzt wirklich… und die Zutatenlisten sehen meist deutlich weniger widerlich aus, als man sich das ausmalen sollte… naja, und dann liegt es auch schon im Warenkorb. Wenn die Produkte dann da sind, kostet es mich aber jedesmal einiges an Überwindung, das Zeug zu probieren, denn selten ist die Überraschung gut – na, bisher jedenfalls. Ähnlich ging es mir kürzlich mit dem veganen ‚Fisch‘, den ich bestellt hatte…

Visch in der Ferpackung

Als das Zeug hier ankam, war ich etwas überrascht, wie hart die Stücke doch sind, bin aber davon ausgegangen, dass sich das noch ‚herauskochen‘ lässt. Dem war aber nicht so. Nach einiger Zeit der Überwindung und erneutem Studium der Zutatenliste (Yamswurzelpulver, Sojaeiweiß, Stärke, Zucker, Salz, Pflanzenöl, Gewürze) habe ich mich dann dran gemacht, den Fisch für ‚Maacher Alu Phulkopir Jhol‘ auszuprobieren.

So sieht das Zeug aus, wenn es aus der Packung kommt. Nein, nicht wie Fisch. 😦 Ich habe die Stücke abgespült, dann mit Kurkuma und Salz eingerieben, was es schon etwas appetitlicher wirken ließ.

Die nächsten Minuten habe ich damit verbracht, 2 Kartoffeln zu schälen und zu würfeln, einen kleinen Blumenkohl zu waschen und in Röschen zu zerteilen und etwas Öl im Wok zu erhitzen. Erst der ‚Fisch‘, dann das Gemüse werden im Öl angebraten und, leicht angebräunt wieder hinausgenommen.

Es folgt eine Runde Aromarösten: 2 EL Öl in den Wok, 2 Lorbeerblätter, 6 EL Lorbeerblätter, 1 TL gemahlenen Kreuzkümmel, 1 1/2 TL Koriander und 2-3 getrocknete Chilischoten werden kurz darin erhitzt, dann mit ca. 300 ml Wasser aufgegossen und gesalzen. Nun dürfen die Kartoffeln und der Blumenkohl wieder hinein. Bei schwacher Hitze 10 min kochen lassen, dann den ‚Fisch‘ dazu geben und noch einmal 10 min bei schwacher Hitze garen.

Das Ergebnis sah in etwa so aus:

Absoluter Pluspunkt: Das waren die leckersten Kartoffeln, die ich je gegessen habe! Auch der Blumenkohl schmeckte Spitze!

Minuspunkt: Der Fisch. Eigengeschmack hat er fast keinen (wahrscheinlich auch besser so…), die Soße war ja, wie gesagt, sehr lecker, aber die Konsistenz war schrecklich zäh und seltsam ekelig. Für sagenhafte 5,99 Euro (!!!) ein absoluter Reinfall!!! Keiner am Tisch hat den ‚Fisch‘ aufgegessen. 😦


Elisenlebkuchen

Habe erfolgreich meine All-Time-Favourite Weihnachtskekse veganisiert ohne jeglichen Geschmacks-, Konsistenz- oder sonstigen Verlust. Wenn das nicht ein Gewinn ist! 🙂 Das Rezept ist von den Oblaten abgesehen glutenfrei. Wer also kein Gluten verträgt, verzichte einfach auf die Oblaten und nehme etwas mehr Instabilität hin.

Die oberen Kekse sind's!

Hier das Rezept zum Nachbacken:

Ist: ganz einfach (*)

Dauert: etwa 10 min + Backzeit (ca.30 min)

Man nehme (in order of appearance)…

  • 2 Portionen Ei-Ersatz (diesmal war es No-Egg, anderes geht sicher genau so, vermutlich funktioniert auch einfach Stärke mit etwas Wasser vermischt…)
  • 350 g Zucker
  • 2 Messerspitzen Piment (d.h. gemahlene Nelken)
  • 2 Messerspitzen Muskat
  • 2 TL Zimt
  • 1 ungespritzte Bio-Zitrone (Achtung, Bio-Zitronen aus dem Supermarkt-Netz sind meist gespritzt!)
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 300 g gemahlene Hasenusskerne
  • 100 ml Pflanzenmilch oder Wasser
  • 1 Paket Zitronat
  • 1 Paket Orangeat
  • 1 Packung kleine runde Oblaten
  • 125 g Puderzucker

So geht’s:

1. Die Zitrone heiß abspülen, die Schale abreiben und das Zitronat und das Orangeat klein hacken.
2. Den Ei-Ersatz nach Packungsanweisung anrühren, mit dem Zucker verrühren, dann die Gewürze (einschließlich Zitronenschale) hinzufügen und noch einmal verrühren.
3. Nacheinander gemahlene Nüsse und Mandeln mit einem Löffel einrühren. Zitronat und Orangeat ebenfalls unterheben.
4. Vorsichtig die Pflanzenmilch oder das Wasser dazu geben. Der Teig soll nicht zu flüssig werden, aber es soll keine Krümel mehr geben, alles ist eine Masse.
5. Den Ofen auf 150 °C vorheizen, Backpapier auf ein Blech legen und vor Ort den Teig mit Teelöffeln auf die Oblaten häufen.
6. Die Lebkuchen müssen nun für 25-35 Minuten in den Ofen.
7. In der Zwischenzeit eine Zitronenhälfte auspressen und etwa die Hälfte vorsichtig in den (am besten gesiebten, geht aber natürlich auch ohne, wen die Flecken nicht stören) Puderzucker träufeln, bis eine dickflüssige Masse entsteht.
8. Sobald die Lebkuchen fertig sind, aus dem Ofen holen. Noch im heißen Zustand mit der Zuckerglasur bestreichen und auskühlen lassen.

Dazu passt… ein glückliches Gesicht, aber das kommt von ganz alleine!