Selbst gemachter Käse veganäse! :-)

Bin heute mal kurz falsch abgebogen beim Surfen und stand plötzlich vor einem Rezept für veganen Käse. Das ist ja ein heikles Thema. Es gibt ja durchaus vegane Alternativen, aber die meisten möchte man höchstens seinen Feinden aufs Pausenbrot schmuggeln und auch, wenn es mittlerweile einige gibt, die zumindest nicht unangenehm auffallen, suche ich noch immer nach einem, der mal positiv hervorsticht. Auf die Idee, mal selbst einen zu machen, bin ich aber komischerweise bisher nicht gekommen! Umso faszinierender fand ich den Gedanken und habe mich gleich mal ans Werk gemacht – unter vollem Einsatz, vom Mahlen der Cashews ist mir nämlich der Mixer geschmolzen! Ich glaube, ich frage mal im Bioladen, ob sie mir die nächstes Mal mahlen können… 🙂 Das Zeug ist nämlich richtig gut geworden, auch, wenn es nicht wirklich nach Käse schmeckt und vor allem nicht so aussieht.

Ich glaube, diese Pastete würde etwas mehr nach Käse aussehen, wenn ich ein paar Dinge anders gemacht hätte. Den Braunstich hat sie jedenfalls davon, dass ich braune Miso-Paste genommen habe. Denn mal ehrlich, ich wohne nicht in New York, wenn ich weiße Miso-Paste haben möchte, muss ich 100 km weit fahren. Aber ja, ich GLAUBE, da gibt es welche. Immerhin. 🙂

Dauer: ca. 20 min + ggf. 4 Stunden Kühlzeit

Schwierigkeit: ***

Das ist drin (ergab 2 Portionen wie auf dem Foto und genug Käsesoße für eine ganze Tüte Nachos! :-)):

  • 150 ml Cashews
  • 60 ml Hefeflocken
  • 1 Teelöffel Zwiebelpulver
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel Knoblauchpulver
  • etwas weißer Pfeffer (ich hab schwarzen genommen… buuuh!)
  • 1 TL Rauchsalz
  • 400 ml ungesüßte Sojamilch
  • 40 ml Agar Agar Pulver (gibt’s im Bioladen)
  • 60 ml Öl
  • 1 EL Misopaste (dann wohl wirklich gelbe oder weiße… dumdidum…)
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 TL Dijonsenf
  • nach Belieben Kräuter, Gewürze, Knoblauch, Oliven, getrocknete Tomaten… hier lässt sich wohl alles einarbeiten!

Das Rezept:

  1. Die Cashews zerkleinern. Am besten mahlen. Dabei idealerweise keine Küchengeräte schmelzen… :-). Wer Zeit hat, kann sie auch erst ein paar Stunden (idealerweise über Nacht) einweichen. Kochen ist auch gut, dann geht auch der süßliche Geschmack raus.
  2. Die Gewürze dazu geben und alles Trockene miteinander vermischen.
  3. In einem kleinen Topf Sojamilch, Agar und Öl kurz zum Kochen bringen, dann die Temperatur herunterschalten und 10 min bei kleiner Hitze köcheln lasen. Dabei gut umrühren, damit das Agar nicht am Topfboden kleben bleibt!
  4. Nun die Cashewmischung unterrühren. Die Masse sollte weich und cremig sein. Mit Miso, Zitronensaft und Senf abschmecken. Auf Wunsch weitere Zutaten untermischen.
  5. a) Wer Käsesauce wollte: Die ist jetzt fertig! 🙂 b) Wer Schnittkäse möchte: in mehrere Behälter mischen und jetzt 4 Stunden in den Kühlschrank damit! Der Käse ist hinterher wunderbar schnittfähig und schmeckt super! Und das beste: er schmilzt auch beim Überbacken!

PS 1 1/2 Tage später: Nach einigem Nachdenken erscheint es mir etwas sonderbar, nicht früher darauf gekommen zu sein: EIGENTLICH dürfte es am einfachsten und günstigsten sein, die Cashews in eine verschließbare Tüte zu legen und mit dem Hammer zu zerkleinern!!! Ich werde mal noch ein wenig weiter mit dem Rezept experimentieren… das hat wahnsinniges Potential, noch zu einem ‚richtigen‘ Käseersatz zu werden! 🙂

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